präsentierte das ensemble espelkamp das musikalische Schauspiel
Buch von Gottfried Greiffenhagen, musikalische Einrichtung von Franz Wittenbrink Aufführungsrechte: Felix Bloch Erben, Verlag für Bühne, Film und Funk, Berlin
mit
als
Alwin Barg
Roman Cycowski
Jos Gesenhues
Harry Frommermann
Horst Halstenberg
Robert Biberti
Ingo Hanke
Ari Leschnikoff
Sören Höke
Erich A. Collin
Uwe Müller
Erwin Bootz
Jürgen Schröder
Conferencier, Ministerialrat u. a.
Mona Behnke
Die Haller Girls
Lydia Dyck
Katja Fricke
Stefanie Kölling
Regie
Bärbel Brandt
Musikalische Leitung
Uwe Müller
Choreografie
Martina Vollrath
Regieassistenz
Hans Stübber
Bühnenbild, Inspizienz
Hans Schneider
Technik
Peter Willmann
Licht
Olaf Schorlepp
Fotos
Otto de Zoete
Angela Wlecke (Setz It)
Joern Spreen-Ledebur (NW)
Nach der Erfolgskomödie LADIES NIGHT haben wir uns einem ganz anderen Genre zugewandt. Unter der musikalischen Leitung von Uwe Müller hieß das für uns, mehr-stimmigen Satzgesang in der Tradition der Comedian Harmonists darzubieten. Und das live und ohne Mikrofone. Bei den Songs haben wir uns weitestgehend an den Original-arrangements orientiert. Die Lieder waren in die Rahmenhandlung mit den gespielten Situationen aus der Erfolgsgeschichte dieses legendären Vokalensembles eingebettet. Greiffenhagens Stück beeinhaltet alles, was dazu gehört: Comedy, Slapstick, Melodra-matisches, Verrat, Tränen, tragische Schicksale und Einblicke in eine einzigartige Aera: Dem Berlin der 20er und 30er Jahre.
Das Schauspiel ist eine Hommage an die großartigen Lieder dieser ersten "Boygroup" des vergangenen Jahrhunderts. In dieser sehr emotionalen Inszenierung stand es aber auch wieder einmal für eine Person, die alle Fäden zusammenhielt, mit Liebe am Detail gefeilt und mit Geduld und Kompetenz alle Beteiligten zu besonderen Leistungen ange-spornt hat: Spielleiterin Bärbel Brandt hat hierbei nichts dem Zufall, andererseits den Darstellern jedoch viele Freiheiten beim Ausarbeiten der Charaktere überlassen. Was uns natürlich jede Menge Spaß gemacht hat. Die spontanen Reaktionen des Publikums haben uns darin bestätigt, den richtigen Weg bei der Umsetzung eingeschlagen zu haben.
Ingo, Jos, Sören, Alwin, Horst, Jürgen und Uwe in der Bar zum Krokodil (von links)
Schauspiel und Gesang waren Bärbel Brandt nicht genug. Um die historischen Ereignisse und die Szenerie der goldenen Zwanziger zu unterstreichen (nicht zuletzt auch zur unter-haltsamen Auflockerung), verpasste sie ihrer Inszenierung einen Revue-/Showteil, für den Martina Vollrath ein atemberaubendes Tanzquartett auf die (ebenso atemberaubenden) Beine stellte. Schließlich durfte das Ballett in den Etablissements der damaligen Zeit nicht fehlen. Die "Haller-Girls" aus dem Admiralspalast sind bis heute legendär ...
von links: Lydia, Stefanie, Katja und Mona - die Espelkamp-Haller-Girls
Besonders haben wir uns darüber gefreut, dass die Volksbank Lübbecker Land eG dieses kostspielige Projekt nicht nur wirtschaftlich, sondern auch ideell, organisatorisch und vor allem freundschaftlich unterstützt hat. So lief zum Beispiel der Kartenvorverkauf über alle 22 Filialen. Ohne die Unterstützung der Volksbank wäre es nicht zu dem geworden, was es dann wurde. Wir sagen "Vielen Dank!" für dieses regionale "Kultur-sponsoring at it´s best".
Wer sich umfassend für die Geschichte der Comedian Harmonists interessiert, findet zahllose Informationen auf den Internet-Seiten www.comedian-harmonists.com. An dieser Stelle vielen Dank an Dirk Prätorius aus Wien, der uns freundlicherweise sogar in seine Linkliste der modernen CH-Nachfolger aufgenommen hat.
Pressestimmen:
Neue Westfälische 22.10.2007, v. Joern Spreen Ledebur
Unser Dank gilt dem fantastischen Publikum, den über 4.500 Leuten, die uns in den sieben Vorstellungen mit herzlichem Lachen, tosendem Applaus, Kreischen, Trampeln und den stehenden Ovationen glücklich gemacht haben.
Unser besonderer Dank gebührt selbstverständlich Bärbel, Martina, Hans, Peter, Otto, Manfred, den Sponsoren und vielen anderen, ohne die wir niemals dieses Vergnügen gehabt hätten.
Unten findet Ihr die letzte Presseveröffentlichung vor der Premiere:
„Ladies Night“ heißt es am 4. und 5. November 2005, wenn das Ensemble Espelkamp im Neuen Theater die gleichnamige Komödie von Stephen Sinclair und Anthony McCarten aufführt. Bei diesen beiden Vorstellungen soll es nun nicht bleiben: Wegen der überwältigenden Kartennachfrage wird es eine weitere Aufführung am 25.11. geben.
„Die Presseankündigungen haben zu einem so nicht erwarteten Boom an Kartennachfrage geführt. Mit der Folge, dass die ersten beiden Termine so gut wie ausverkauft sind“, berichtet Manfred Steinmann, "so dass der zusätzliche Termin eingerichtet wurde".
Das Stück wird zur Zeit auf unzähligen Bühnen in ganz Deutschland mit großem Erfolg aufgeführt. Dem breiten Publikum wurde es durch die Verfilmung unter dem Titel „Ganz oder gar nicht“ bekannt. Die Komödie der neuseeländischen Autoren erzählt die (hier) auf Espelkamper Verhältnisse umgeschriebene Geschichte sechs arbeitsloser Männer, die in ihrer Perspektivlosigkeit zwischen Kneipenbesuchen und Familienstreitigkeiten den Glauben an sich verloren haben.
Bis zu dem Tag, an dem Gregor (dargestellt von Jos Gesenhues) die Idee hat, eine lokale Männerstriptease-Gruppe zu gründen, um damit wenigstens etwas Geld verdienen zu können. Skeptisch und zu eigenen Ideen kaum fähig gehen Waldemar (Sören Höke) und Bernd (Horst Halstenberg) auf den Geistesblitz ihres stetigen Vordenkers ein. An die Realisierung glauben sie sowieso nicht.
Da tritt Kuddel (Jürgen Schröder) als ehemalige Kiezgröße von der Reeperbahn auf den Plan und amüsiert sich zunächst prächtig über die unbeholfenen Versuche der Möchtegern-Stripper. Um sie dann jedoch regelrecht zu „schleifen“ und Selbstvertrauen zu versprühen. Günter (Markus Heselmeier) und Julio (Alwin Barg) stoßen dazu und geben der Truppe den entscheidenden Esprit. Beim Casting scheitert nur Jens (Christian Schepsmeier) kläglich.
Dabei geht es nicht um die Inszenierung einer Stripteaseshow. Vielmehr steht die Geschichte im Vordergrund, wie es zu der Umsetzung des verwegenen Plans kommt. So erzählt das Stück auf humorvolle Weise, wie völlig unbedarfte Männer mit ihren Hemmungen umzugehen versuchen. Schließlich liegt ihnen nichts mehr fern, als vor Publikum zu tanzen und einen Striptease auf die Bühne zu legen. Alle körperlichen Voraussetzungen sprechen ohnehin dagegen, sich zu entblößen. Gleichzeitig wird aber auch verdeutlicht, wie die sechs Verzweifelnden versuchen, aus ihrer Lage das Beste zu machen. Und dabei müssen sie über ihre eigenen großen Schatten springen.
Das müssen allerdings auch die Schauspieler des Ensembles. „Als Regisseurin Bärbel Brandt an uns herantrat und von dem Stück erzählte, haben wir noch selbstbewusst gelächelt. Bei den Proben stellte sich jedoch schnell heraus, dass wir mit den gleichen Bedenken wie die einzelnen Charaktere unser Tun haben werden“, berichten die Darsteller übereinstimmend.
Bislang war besonders das Tanzen nicht die Spezialität der Hobbyschauspieler. So muss auch Choreographin Martina Vollrath mächtig Einsatz zeigen, um aus der Truppe, die sich aus Ex-Schauspielern des Söderblom-Gymnasiums und bekannten heimischen Musikern zusammensetzt, passable Tänzer zu machen.
Bärbel Brandt: „Die Theaterbesucher können sich auf jeden Fall auf eine spritzige Komödie mit viel Spaß, witzigen Dialogen, guter Musik und gewagten Tanzszenen freuen."
In einer kleineren Besetzung präsentierten wir zum Auftakt der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 eine szenische Lesung im FIFA-WM-Foyer des Neuen Theaters in Espelkamp.
Es lasen und spielten (auf Kunstrasen):
Edith Stöver
Sören Höke
Jürgen Schröder
Horst Halstenberg
Im Gepäck hatten wir Texte von Ror Wolf, Heinz Erhardt, Joachim Ringelnatz, Eckhard Henscheid, Elke Heidenreich, Ödon von Horvath, Henk Hackenberg und anderen.
Wie klingt das, wenn sich Romeo und Julia über Klose und Podolski streiten? Was ist anlässlich der chaotischen ARD-Konferenzschaltung zum Länderspiel zwischen Zypern und Deutschland 1968 passiert? Wie bringt man Erotik und Fußball zusammen? Was geschah kürzlich in Willis Kneipe an der Wattenscheider Straße? Und wer waren denn noch gleich Ente, Hertha, der Dicke und Emma? Mit diesen Fragen haben wir uns beschäftigt und eine literarische Viererkette aufgeboten. Ohne Standardsituationen und prosaische Schwalben. Bis der Schiri abpfiff bzw. Dr. Müller-Wohlfahrt kommen musste.
Stephan Winkelhake wurde für den verletzten Uwe Müller von der Cheftrainerin nach- nominiert und machte ein großes (Piano-)Spiel.
Unvergesslich: Sein Tchaikowsky-Buenos- Dias-Argentina-Medley!
Vor dem Ende ihrer fußballerischen Karriere war sie Mittelstürmerin: